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Kuchen

January 23rd, 2012 | 13:00

Kuchen sind die heimliche Währung an unserer Schule. Hier ein kurzer Überblick über die drei Haupttypen:

Typ 1: Der Dankekuchen

Aktuell und zum Bild oben: Mein Mittlerer wurde bei der Ausfahrt der Ski-AG Opfer einer ausgefahrenen Liftspur, lernte daraufhin Akias und Quads als Transportmittel kennen und weiß jetzt auch, was eine Rettungskette ist. Seine dauernde Begleitung in diesem ganzen Trubel hat sich also einen Kuchen echt verdient.

Der Dankekuchen ist – trotz im Grunde vielfach gegebener Anlässe – am Ende doch ein scheuer Typ und tritt im Schulalltag eher selten auf.

Typ 2: Der Besonderertagkuchen

Der Besonderertagkuchen ist eher im Lehrerzimmer zu Hause, in Klassenzimmern tritt er erst gegen Ende der Halbjahre und dann auch nur sporadisch auf.

Bei vielen Kolleg/innen ist er einmal im Jahr anzutreffen – und dann in zeitlicher Nähe zu Konferenzen. Leistungsstufen, Lehrproben und Beförderungen führen zu gehäuftem Auftreten.

Typ 3: Der Bringschuldkuchen

Weitaus häufiger trifft man auf dem Höhnisch den Bringschuldkuchen an.

Es gibt Kolleg/innen, die fordern bei mehrfach vergessener Hausaufgabe von den Schüler/innen das Backen eines Kuchens ein. Das führt dann (so zeigte eine kurze Umfrage) in vielen Fällen dazu, dass zu Hause die Eltern in der Küche rühren. Diese zahlen mit ihrer Zeit für die Vergesslichkeit der Kinder. In besseren Fällen (bei mir) kann das Kind backen – dann müssen die Eltern nur noch die Küche putzen.

Ist der Kuchen an einem Tag abzuliefern, an dem Sport ist und ist das Kind dann noch in der Bläserklasse, kann es ganz dick kommen: Belastet mit Schulranzen, Sporttasche und Musikinstrument ist auch bei gutem Willen keine Hand mehr für den Transport eines Kuchens frei. Nachdem also evtl. der Kuchen von den Eltern schon gebacken – im besseren Fall nur die Küche geputzt – wurde, darf man Taxi spielen.

Unter 45 Minuten Gesamtinvestition ist die pädagogische Maßnahme auf Elternseite kaum zu schaffen.

Ich frage mich, ob das nicht die heimliche Absicht hinter dem Bringschuldkuchen ist. Die Eltern lernen dann (viel schneller als das Kind), dass nicht erledigte Hausaufgaben mehr Ärger bedeuten als die regelmäßige Überprüfung der Hausaufgabenhefte oder evtl. auch Anrufe bei Klassenkameraden, sollte die eigene Brut zu den Verpeilten gehören.

 

Mischformen und Unterarten gibt es in freier Wildbahn ebenfalls zu beobachten.

d.weller | Allgemein, Elter | No comments Jump to the top of this page

Höhnisch

January 16th, 2012 | 18:33

Abendstimmung auf dem Höhnisch.

Es kommt langsam wieder die Zeit, in der man Morgens im Lehrerzimmer besser das Licht auslässt, damit man den wunderschönen Sonnenaufgang betrachten kann.

d.weller | QaD | No comments Jump to the top of this page

Rant

January 15th, 2012 | 19:23

Einen echten Rant bekomme ich nicht hin – ich kann mich leider nur ehrlich aufregen, das dafür immer wieder über Monopole im Umfeld “Elektrisch”. Ein Konzern hat sich hier fast meine gesamte Hassliebe erarbeitet: Microsoft (wenn ich von Facebook und Apple einmal absehe und ignoriere, dass sich Google inzwischen auch um einen Platz im Dunkeln bewirbt).

Ich bin zwar selbst MSDNAA-Mitglied und schau mir deren Produkte auch an – brav eingesperrt in virtuelle Maschinen, damit meine Hardware auch ja keinen (moralischen) Schaden nimmt – aber gerade eben leisten die Redmonder sich wieder einen Superknüller: Nur Windows 8 darf auf ARM Hardware – andere Betriebsysteme werden ausgeschlossen bzw. deren Installation wird extrem verkompliziert.

Diese Politik dient  natürlich nur der Sicherheit der Nutzer. Was sonst. Die Abschottung des ARM Marktes, der erst mit Windows 8 von MS technisch bedient werden kann, ist ja überhaupt nicht beabsichtigt …

Ekelhaft.

Dabei konnte man sich als Mitglied der extrem kleinen Minderheit von Linux-Nutzern gerade so richtig freuen, schaffte Linux auf dem Desktop doch zum ersten mal den Sprung über die 1% Marke weltweit – warum auch immer. Eine magische Grenze, die mich fast schon dazu bringt, mich nach Alternativen umzusehen ;-)

Hier im Netz sieht das seit Jahren anders aus:

Im Bereich der Domain kvfg.net sind immerhin 6% Linux-Nutzer unterwegs.

Im Bereich der vor allem von Lehrer/innen genutzten Domain kvfg.org sind es ganze 21% mit Linux.

Diese Werte sind sicherlich nicht repräsentativ – aber auffällig ist schon, dass auf Internetseiten für technisch interessierte Menschen wie heise.de die Zahl der Linux-Nutzer mehr als 13% beträgt. Naja – das sind nicht alles Lehrer/innen. Evtl. ist ein Blick auf einen Lehrerserver besser geeignet – und da hab ich ja einen: Auch auf meinem – mit mehr als 10.000 Besuchern täglich – Server lehrerfortbildung-bw.de steigt die Zahl der Linux Nutzer seit Jahren ständig und ist im unverschlüsselten Zugriff (HTTP) bei rund 3%. Im verschlüsselten Zugriff (HTTPS) erreicht der Anteil der Linux-Nutzer über 6%. Pinguine wissen eben, was Sicherheit bedeutet.

Sicherheit ist nicht über den Ausschluss von Alternativen zu erreichen oder über die Beschränkung von Freiheit. Die Lösung ist gerade kein MS-auf-allen-Kanälen, keine Monokultur – sondern Vielfalt gepaart mit Wissen und technischem Verständnis. Sonst treten Probleme wie beim Ackerbau auf: Zuerst kommt der Pestizideinsatz (vulgo: Virenscanner) und dann die gentechnisch veränderte Brut (vulgo: Verdongelung).

Am Ende scheitern die Pestizide und die Gentechnik – aber die Monopole haben sich bis dahin eine goldene Nase verdient.

Die Alternative ist langsamer, bringt auch kurzfristig niedrigere Erträge, verlangt mehr persönlichen Einsatz und Lernbereitschaft – aber dafür schont sie die Umwelt, weil sie das Wissen mehrt und die Freiheit sichert.

d.weller | Bruddeln, Elektrisch, Netzfunde | No comments Jump to the top of this page

KMK und “Schultrojaner”

January 10th, 2012 | 9:29

Der vor Weihnachten erwähnte [1, 2] und auch in der Presse diskutierte “Schultrojaner” steht für 2012 wohl auf dem Parkplatz, statt die Festplatten der Schulen zu cruisen:

Die in § 6 Absatz 4 des Vertrages beschriebene „Scansoftware“ wird nach Einschätzung der Vertragspartner bis auf Weiteres, jedenfalls nicht im Jahr 2012, zum Einsatz kommen. Die Vertragspartner verabredeten, im ersten Quartal 2012 ein weiteres Gespräch zu führen, um mögliche Alternativen zu diskutieren. [Quelle]

Die Nachricht erschien auf den KMK Seiten schon am 13.12.11 – ich hab das erst heute mitbekommen.

Jetzt können wir mal gespannt sein, ob in den Ergebnissen dieser Gespräche auch die Interessen der Lehrerkräfte ihren Niederschlag finden. An der Dringlichkeit, selbst in die Offensive zu gehen und (CC)-Materialien für Schulen verstärkt zu erstellen und zu nutzen ändert dies aus meiner Sicht nichts. Mehr dazu hier: http://www.kvfg.net/beehive/?p=3944

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Wetterseite

January 3rd, 2012 | 3:13

Auf der Suche nach der Wetterseite (auch so eine Hypothese, die ich mir als Laie zu den Wetterdaten gebildet hatte) zeigt sich, dass die Lage auf dem Höhnisch so eindeutig nicht ist: Es gibt zwar eine Richtung, aus der besonders viel Wasser kommt – aber eben nicht nur und nicht so dominant wie von mir vermutet.

Die X-Achse im Diagramm oben ist die Windrose, wobei Norden 0/360 entspricht, Osten 90, Süden 180 und Westen 270.

Wenn man von der Wetterseite auf dem Höhnisch sprechen will, dann wäre Westen wohl ein guter Tipp. Oder, um es mit den Worten meiner Frau zu sagen: “Da wächst das Moos”.

Aussagen zur dominanten Windrichtung auf dem Höhnisch lassen sich übrigens auch ohne Gretl beantworten (siehe Bild oben: Quelle). Für die Überprüfung des Zusammenhangs zwischen Windrichtung und Regen (und damit “Wetterseite“) reicht die Angabe der dominanten Windrichtung allein jedoch nicht aus.

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Wetterkorrelation

January 2nd, 2012 | 13:09

Ich spiel immer noch in den Wetterdaten mit Gretl – inzwischen weniger auf der Suche nach Fehlern in der Datenbank, als auf der Suche nach Hypothesen, welche Zusammenhänge zwischen den vielen Variablen es sinnvoller Weise zu überprüfen gäbe.

Eine solche Hypothese wäre, so dachte ich mir, dass mit steigender Temperatur die Luftfeuchtigkeit eher zunimmt, weil warme Luft ja mehr Wasserdampf speichern kann als kalte Luft.

Denkste.

Unsere Wetterdaten zeigen, dass die Luftfeuchtigkeit (in Prozent) bei steigenden Temperaturen (in Fahrenheit) abnimmt. Das Maß für diesen Zusammenhang, der auch im Streudiagramm oben gesehen werden kann, beträgt corr(outTemp, outHumidity) = -0,59762104 bei t(15537) = -92,9084, mit zweiseitigem p-Wert von 0,0000.

Aha.

Meine Statistikvorlesung ist leider zu lange her, um jetzt schlau daher zu reden. Aus meiner Arbeit als HiWi erinnere ich mich aber, dass Werte bei Korrelationskoeffizienten unter ±0,7 bei “meinem Prof” immer schlechte Laune erzeugten. Am Kaffee-Tisch in der Forschungsstelle wurde ab ±0,5 aber trotzdem von einem “schwachen Zusammenhang” gesprochen, den es noch näher zu untersuchen gälte. Sozialwissenschaftler sind toleranter als Ingenieure.

Mal sehen, ob wenigstens ein Geograph vorbei kommt, der entweder selbst oder mit seinen Schülern mehr erhellen kann.

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Wetterdaten

December 30th, 2011 | 16:39

Unsere Wetterstation unter http://www.kvfg.info lieferte in den letzten Tagen einige Fehldaten, die inzwischen von mir wieder korrigiert wurden. Es blieb jedoch der Wunsch, ein Tool zu finden, das die Suche nach Ausreißern einfach macht. Zwei derartige Programme halte ich für brauchbar:

PSPP ist ein freier SPSS Clone eher einfacher Bauart – lässt sich aber dafür auch einfach bedienen (viel einfacher als das Vorbild) und ist in seiner Darstellung sehr stimmig. Es gibt – von Calc kommend – wenige Hürden im Interface und ausreichend Funktionen. Mit Sicherheit ein gutes Tool für statistische Analysen in der Schule.

Aber ich suchte weiter und fand das wesentlich komplexere Gretl, das dafür dann aber einige Funktionen mitbringt, die man in PSPP schnell vermisst.

Ein Rechtsklick auf eine beliebige Variable und über das dann erscheinende Menü kann z.B. ein Boxplot (hier für die Außentemperatur in Fahrenheit) …

… ein Test auf Normalverteilung …

… oder ein Scatter-Diagramm erstellt werden – hier für die Außentemperatur in Fahrenheit (blau) zusammen mit der Luftfeuchtigkeit (rot) auf der Y-Achse und der Unix-Time auf der X-Achse für Januar – Dezember 2011.

Vor lauter Spielchen mit Gretl bin ich auf der Suche nach Ausreißern in den Wetterdaten nun nicht wirklich weiter gekommen :-)

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Portfolio

December 17th, 2011 | 19:06

Im Moment liegt das Portfolio unserer Schule in einem nur für Lehrer/innen zugänglichen Moodle-Kursraum als Wiki. Eine Lösung, die die letzten Jahre völlig ausreichend war: Das Wiki ließ sich relativ gut gliedern und eine Inhaltssuche war möglich. So sammelten sich über die Jahre hunderte von Seiten im System.

Da ich aber in den nächsten Monaten (ich schätze zu Beginn der Sommerferien) von Moodle 1.9.x auf Moodle 2.x umsteigen muss, will ich auch in Zukunft Updates erhalten, warf ich in den letzten Wochen mehrfach einen genaueren Blick auf die Wiki-Engine in Moodle 2 und musste leider feststellen, dass diese noch basaler ist, als das Erfurt-Wiki in Moodle 1.9. Eine Suchfunktion, die den Namen verdient, steht nicht zur Verfügung und mehrere hundert Seiten lassen sich hier nicht so strukturiert anlegen, dass auch Wiki-Anfänger damit zu Recht kommen. Eine Exportfunktion (in Moodle 1.9.x Erfurt-Wikis wenigstens noch als HTML-Export vorhanden) ist ebenfalls nicht eingebaut. Ergo: Moodle kommt an seine Grenzen, ein anderes System muss her – DokuWiki!

Frank hat auf der Basis von DokuWiki ein durchdachtes Portfolio-System aufgesetzt, das auch vom LS unterstützt wird:

http://www.openschulportfolio.de/

Im Wesentlichen handelt es sich um eine geschickt gewählte Sammlung von PlugIns für DokuWiki inklusive vorstrukturierter Seiten und Namensräume. Dazu kommt ein Authentifizierungs-PlugIn, das dafür sorgt, dass nur Lehrer/innen sich gegenüber unserem Schulserver authentifizieren können. Access-Control-Lists unterstützt DokuWiki schon von sich aus – hier ist aber die Verwaltung zentral über die Schulkonsole steuerbar. Insgesamt eine runde Sache!

Besonders überzeugend finde ich die in DokuWiki eingebauten Suchfunktionalitäten.

DokuWiki unterstützt von Haus aus OpenSearch, so dass die Suche direkt in den Browser integriert werden kann.

Eine sehr ordentliche Suchsyntax unterstützt einen bei der Suche (die Details sind z.B. hier zu finden: http://www.dokuwiki.org/search) und das Schönste: DokuWiki listet nicht nur die Seiten, auf denen der gesuchte Begriff gefunden wurde, sondern liefert den Kontext mit dazu und hebt das gesuchte Wort in diesem hervor.

Exportfunktionalitäten stehen zur Verfügung: DokuWiki kann PDFs und ODTs backen, die richtigen PlugIns vorausgesetzt. Mehrere Seiten können zu Büchern zusammen gefasst werden und einfachere Dokumenten-Repositories lassen sich auch einbinden.

Der einzige Wermutstropfen ist für mich der Umstand, dass wir dann zwei getrennte Systeme haben: Moodle für die Kommunikation und DokuWiki für die Dokumentation. Ich komme mit so einem nerdigen Ansatz klar – bei den Kolleg/innen bin ich mir nicht ganz sicher.

d.weller | Elektrisch, Evaluation, Zukunft | No comments Jump to the top of this page

Rohdaten

December 12th, 2011 | 14:41

Unser Wetterserver unter http://www.kvfg.info liefert seit nunmehr fast einem Jahr Daten zum Wettergeschehen auf dem Höhnisch – aber leider hat sich bisher noch niemand bei mir gemeldet, der die Rohdaten tatsächlich verwenden wollte.

Dabei haben diese ihren ganz eigenen Charme, lassen sie sich doch nur interpretieren und zur Darstellung nutzen, wenn man das Wissen aus mehreren Fächern zusammenführt: Grundkenntnisse in Mathe, Englisch, Physik, Geographie und ITG schaden nicht – im Notfall reicht aber auch logisches Denken und etwas Mut.

Die Rohdatensätze enthalten alle Angaben im imperialen System. Temperaturen liegen also in Fahrenheit vor und Längen werden in Inch gespeichert. Die Zeiten und Datumsangaben beziehen sich auf die Unix-Time. Man muss also viel Umrechnen, bevor man hübsche Diagramme erstellen kann.

Damit dies einfacher gelingt, wurde die Anleitung im Wiki um entsprechende Einträge ergänzt:

Informationen zur Bearbeitung von Rohdaten im KvFG Wiki

Und damit man einen Datensatz zum Spielen hat, wurde ein solcher auf der (oben verlinkten) Startseite des Wetterservers publiziert:

Rohdatensatz 21.01.2011-12.12.2011 [ODS 1.7 MB]

d.weller | Elektrisch, Unterricht | No comments Jump to the top of this page

Rituale

December 11th, 2011 | 19:16

… sind ja wichtig. Sehr. Deswegen gucken viele Lehrer/innen am Sonntag Abend Tatort.

Sollte heute eine/r nicht dazu kommen – hier die Zusammenfassung:

d.weller | QaD | No comments Jump to the top of this page

Eine etwas eigene Schuldokumentation

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