March 8th, 2010 | 16:25

Einmal im Jahr findet traditionell das “Mensa-Dankeschön-Essen” statt. Die Lehrer/innen kochen hier für die Köch/innen unter den Eltern, die uns das ganze Jahr hindurch mit einer hervorragenden Qualität und nettem Service verwöhnen und dürfen hierfür dann auch in das Allerheiligste vordringen – die Küche.
d.weller |
Allgemein, Elter |
March 1st, 2010 | 6:05
Pudel + Malteser = Moodle – und dazu noch handelt es sich hierbei um ein Bild aus dem flickr Account des Chefprogrammierers von Moodle, Martin Dougiamas. Tatsächlich wussten vor einigen Jahren die meisten Menschen noch nicht so richtig, wie sie dieses Wort überhaupt aussprechen sollten. “Mohdle” war noch häufig zu hören – neben ratlosen Blicken. Jetzt ist es ein Synonym für E-Learning.
Heute vor 6 Jahren ging unsere erste Moodleinstallation noch unter der URL kvfg.de/informatik/moodle online – kaum 24 Stunden, nachdem ich das System zum ersten Mal auf einer ZPN Sitzung in Esslingen gesehen hatte. Von der Sitzung bekam ich dann nicht mehr viel mit – ich musste schließlich spielen
Kurze Zeit später zogen wir das kvfg.de Moodle auf die Subdomain moodle.kvfg.de um, erstellten unser erstes eigenes Theme, integrierten die ersten Plugins.
Die erste Generation an Schülern war noch ebenso euphorisch wie ich, die Arbeit mit Moodle machte Spaß, war etwas ganz Neues. Die übernächste Generation merkte dann schnell, dass es sich um eine Arbeitsplattform handelt und war weitaus weniger begeistert.
Noch vor den Sommerferien 04 gingen meine ersten Seiten zu Moodle auf dem LFB online. Es folgte eine wilde Phase mit vielen Umzügen unserer Schulinstallation – zuerst zu kvfg.org, dann zu kvfg.net, zuerst nur mit http, dann mit self-signed https und inzwischen auch mit kommerziellem Zertifikat. Auf dem hausinternen Server wurde eine zweite Moodleinstallation für die Lehrer eingerichtet – aus der später das Lehrermoodle auf kvfg.org und die Fortbildungsreihe Moodle in der Schulorganisation wurde. Parallel hierzu bauten wir in Esslingen die Fortbildungen zu Moodle immer weiter aus: Zuerst mit einem zweitägigen Basiskurs, dann einem Kurs zur Administration. Es folgte die Ausdifferenzierung in “Moodle im Unterricht” und “Moodle in der Schulorganisation”, “Themeerstellung für Moodle” und vieles mehr. Heute gibt es den Basiskurs zu Moodle als schulinterne Fortbildungsveranstaltungen: Hunderte Kolleg/innen haben teilgenommen und allen Schulen im Ländle konnte durch die Kooperation mit BelWü eine eigene Plattform gestellt werden.
Aus diesem einen Tag in Esslingen ist inzwischen eine der breitesten, ausdifferenziertesten und umfassendsten Fortbildungsreihen im Ländle der letzten Jahre geworden, hunderte von Seiten Dokumentation entstanden und hunderte von Schulmoodles sind inzwischen online gegangen.
Moodle ist eine Erfolgsgeschichte.
Und bei mir selbst? Ich entdeckte über diese serverbasierte Software die Software darunter: Apache, MySQL, PHP und Linux. Ohne Moodle wäre ich nie zum Pinguin mutiert – und das KvFG wäre kein Aproved Academic Partner des LPI geworden. Auch hätte ich mich ohne Moodle bestimmt nie derartig an der Landesakademie in Esslingen festgebissen.
Und wie geht es weiter?
Moodle ist nett für die Arbeit in Gruppen, aber zu schwach für die Arbeit in großen, hierarchisch strukturierten Teams. Hier ist eGroupWare oder OpenGoo die bessere Wahl. Materialien und Übungen in Kursräume zu verpacken ist nicht schlecht – aber Interaktion und auch die Arbeitsergebnisse gehören wieder mehr in die Öffentlichkeit. Wikis und Blogs sind neben Moodle stärker zu nutzen und zu fördern. Die mehr oder weniger intuitive Bedienbarkeit von Moodle erleichtert den Einsteig in die Internetarbeit – jetzt wird es aber wieder Zeit, sich mit den grundlegenden Techniken hinter einer hübschen graphischen Oberfläche, der GUI, zu beschäftigen. Schließlich sind wir ein Gymnasium und sollten Kompetenzen nicht als Klickida und Klickidort vermitteln. Dazu kommt, dass wir es zunehmend mit Schülern zu tun bekommen, die mit dem Netz aufgewachsen sind und dieses vermehrt für den Konsum von Medien einsetzen. Mit Hilfe von graphischen Oberflächen klicken sie sich weitgehend verständnisfrei durch eine bunte Welt und reflektieren nicht, dass das freie Internet vielleicht bald nicht mehr existiert.
Es wird Zeit für eine Vertiefung des technischen Wissens und eine Intensivierung der Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Folgen der Digitalisierung in ihrer jetzigen Form.
Der Renaissance gehört die Zukunft.
d.weller |
Elektrisch, Unterricht, Zukunft |
February 28th, 2010 | 15:35

(C) Wikimedia
So schlimm wie im Bild oben sieht es noch nicht aus – aber die Mainboards im Unterstufeninformatikraum (Uinf) haben das gleichen Problem: Die Elkos machen schlapp. Ursächlich hierfür ist die schlechte Qualität (Billigheimer) des Mainboards, das den besonderen Belastungen eines Schuleinsatzes nicht stand zu halten scheint. Hier zeigt sich wieder: Wer bei der Anschaffung spart, zahlt nach ein paar Jahren dafür mehr. Mit weiteren Ausfällen kann aus diesem Grund wohl leider gerechnet werden. Gut ist, dass es im Moment “nur” die großen Elkos zu erwischen scheint, die sich noch relativ leicht austauschen lassen.
d.weller |
Bruddeln, Elektrisch |
February 22nd, 2010 | 18:52



Tieringen zeigt uns die kalte aber schöne Schulter …

… die wir schon kannten und aus der wir gelernt hatten.

Womit wir nicht gerechnet hatten war unser nächtlicher Besucher (Besucherin?).
Auf jeden Fall steht nun ein (grober) Zeitplan für SaW3, eine Liste mit vielen Ideen für die Überarbeitung und eine Liste der lästigen Pflichten mit vielen vielen Arbeitsaufträgen an uns selbst, die wir in den nächsten Wochen und Monaten abarbeiten dürfen. T0 war demnach ein Erfolg.
d.weller |
Unterricht, Zukunft |
February 21st, 2010 | 10:05

Ja – wir geben nicht auf.
SaW3 wird allerdings nicht am KvFG stattfinden, sondern mit ziemlicher Sicherheit in Balingen – also an einer anderen Schule. Lena macht sich dort auf den Weg und wir treffen uns heute zu einer ersten Arbeitssitzung. Wie immer in Tieringen.
Aus den Erfahrungen und Erweiterungen, die dann für Balingen entwickelt werden, fließt viel wieder zurück an uns, so dass wir für SaW4 (das dann evtl. wieder bei uns sein wird) besser aufgestellt sein werden. Schließlich steht SaW nicht umsonst unter der CC Lizenz BY NC SA.
d.weller |
Allgemein, Unterricht, Zukunft |
February 8th, 2010 | 15:09

Da Debian den Support für Etch Mitte Februar einstellen wird, haben Frank und ich gestern unseren Webserver treu nach Anleitung auf Lenny gelupft. Festgestellt haben wir hierbei nur, dass sich aptitude hierzu besser eignet als apt – ansonsten war die Anleitung narrensicher. Von den ganzen unter Xen laufenden Maschinen ist jetzt fast alles auf dem neuesten Stand. Alle Wordpresse, Moodles, Typos und Dokuwikis haben den Umstieg auch verkraftet – soweit wir das jetzt schon sagen können.
d.weller |
Elektrisch |
February 7th, 2010 | 10:23

Zu mehr als zur Veröffentlichung von Bildern aus dem Lehrerzimmer reicht mir gerade die Zeit nicht.
Schade.
Dabei gibt es genug, was gerade dokumentiert gehören würde – z.B.
- dass die Lehrer/innen Dank des Drucks durch Daniel nun Zugriff mit einem MUA auf ihren Mailserver haben – eine Funktion, die nur einer nutzen wird: Daniel selbst
- dass die Computer-AG inzwischen ihren eigenen kleinen Root-Server betreibt.
- dass schon wieder ein Lehrer mehr mit Ubuntu als Betriebssystem ausgestattet wurde.
- dass zwei fähige Nachwuchsbastler ein Wiimote-Smartboard in Chemie zusammen schrauben.
- dass im GemK Blog gerade viele Artikel erscheinen.
- dass die Homepage im Laufe des nächsten halben Jahres auf ein CMS umgestellt werden wird.
- dass im Aufenthaltsraum leider technisch nix voran geht, weil die Gelder schlicht fehlen.
- dass der Vertrag mit LPI von unserer Seite unterschrieben wurde und wir damit auf dem besten Weg zur LPI AAP sind.
- dass bei uns eingebrochen wurde.
…
d.weller |
Allgemein, Bruddeln |
January 24th, 2010 | 16:26

Google mag zwar nicht “evil” sein, aber meine Abneigung gegen Monopole hat nun auch auf der Startseite an allen Schülerrechnern im Haus seinen Niederschlag gefunden: Jetzt wird hier auch auf die Konkurrenten Ask, Bing und Metager2 verlinkt.
Ja, richtig gelesen – auch Bing ist mit dabei
d.weller |
Bruddeln, Elektrisch |
January 18th, 2010 | 20:19

20 Cent pro Flasche. Mein Junior hat allein heute Vormittag schon 22 Flaschen aufgesammelt, die von ihren Besitzern nicht zum Getränkeautomat zurück gebracht wurden und dann noch am Nachmittag – fast schon auf dem Heimweg – 6 weitere Flaschen im Aufenthaltsraum gefunden. Die letzten Fundstücke füllen nun den Schulranzen und machen jede Diskussion über “zu schwere Schultaschen” [1] überflüssig.
Einerseits ist die Faulheit (und der wohl ziemlich gut gefüllte Geldbeutel) der älteren Schüler ja positiv für die Kleinen und diese “Lösung” auch für die Sauberkeit im Haus. Andererseits frag ich mich aber schon, ob die Pfandsumme hoch genug angesetzt ist.
d.weller |
Elter |
January 18th, 2010 | 9:19
Ein paar Zitate aus einer aktuellen Studie der Initiative D21 in Zusammenarbeit mit Infratest, die unter der vielsagenden Überschrift “Deutsche Schulen bei der PC Nutzung Schlusslicht” erschienen ist:
‘Obwohl Deutschland eine der stärksten Wirtschaftsnationen ist, sind wir, wenn es um digitale Medien in der Schule geht, Letzter im OECD-Vergleich’
jeder dritte Schüler bezeichnet die Computerkenntnisse ihrer Lehrer sogar als ’schlecht’ [Quelle]
Sollten die Schüler/innen hier richtig liegen, dann sollte hier der Ansatzpunkt für Initiativen liegen, diesen peinlichen Umstand zu ändern: Nur Lehrer/innen, die mit der Materie vertraut sind, werden PCs auch im Unterricht einsetzen. Die Lösung wäre demnach Fortbildung, Fortbildung, Fortbildung.
Aber die kostet Geld auf Seiten der Länder – und Mut sowie Engagement auf Seiten der Lehrer/innen.
Das wissen auch andere: Sicherlich kommen demnächst wieder die Dickschiffe auf dem Hard- und Softwaremarkt damit an, für die Lehrer/innen kostenlose, selbstverständlich proprietäre Programmpakete unters Beamtenvolk zu werfen, um deren Medienkompetenz zu stärken. Als Gegenleistung müssen dann die Lehrer/innen … nunja, die Software halt im Unterricht einsetzen und ein wenig so tun, als würden Sie an irgendeinem Programm teilnehmen. Echte Zertifizierungen sehen anders aus, aber damit würde man die Zielgruppe nur verschrecken.
Dass es sich bei derartigen Initiativen im Kern um Marketingstrategien handelt, die unsere Schüler/innen dann in letzter Konsequenz in die Illegalität drücken (schließlich wollen die den coolen Mindmapper und das neue Office … auch zu Hause nutzen und beide laufen, zufällig, nur unter Windows und sind, zufällig, nicht OpenSource) reflektieren die Verantwortlichen nicht.
Ist ja auch egal: Öffentlichkeitswirksam kann dann gesagt werden, dass tausende Lehrkräfte im Land an einer Fortbildung teilnehmen würden. Einer Fortbildung, ohne Prüfung und schon mittelfristig ohne Wirkung.
Die Außenwirkung zählt für’s Land, die Werbung für die Firmen – alles andere ist egal.
Das schau ich mir jetzt seit 10 Jahre an – und es beginnt mich zu langweilen.
d.weller |
Bruddeln, Elektrisch, Netzfunde, Unterricht, Zukunft |